Wie ist das Fliegen mit dem Cochlea Implantat?

CI - Alltag mit dem Sprachprozessor

Gleich an meinem ersten Arbeitstag im neuen Jahr steht eine Geschäftsreise auf dem Programm. Mit dem Flieger geht es einmal quer durch Deutschland.Wie das wohl funktioniert mit dem Cochlea Implantat?

Vor meiner CI OP vor gut einem Jahr  habe ich einiges gegoogelt zum Thema Fliegen und Sicherheitsschleuse mit CI. Aber irgendwie hatte ich alles mögliche an Aussagen dazu gefunden. In diesem Jahr ist die Infolage schon deutlich besser. Cochlear hat hierzu eine, wie ich finde, hilfreiche FAQ Seite gestaltet.

Es kann sein, dass bei anderen Herstellern oder Modellen anders gehandelt werden muss! Bitte immer selbst für sich informieren.

Hier die für mich wichtigsten Hinweise von Cochlear (Stand 14.01.16, Woran sollte ich denken, ehe ich mit dem Cochlea auf Reisen gehe?):

  1. Sprachprozessor in Sicherheitsschleuse einfach auf- und anlassen
  2. Prozessor nicht im Gepäck lassen (starke Röntgenstrahlung)

Gelesen, getan. Ich schreite also mit meinem CI in Karlsruhe durch die Schleuse und….. nichts passiert?! Kein brummen im Ohr, kein Alarm beim Flughafenpersonal (da ist doch eigentlich Metall drin???). Das war einfach.

Im Flieger ist alles total normal. Merke absolut gar nichts an der OP Stelle bei den Druckschwankungen. Als ich ausprobiere, wie es mit ausgeschaltetem CI in der Luft ist merke ich sofort, dass ich mich nicht mehr so wohl fühle. Der Geräuschpegel der Turbinen und der vorbeiströmenden Luft lässt sich wesentlich angenehmer verteilt auf zwei Ohren aushalten.

Beim Rückflug am gleichen Tag schlägt der Detektor in Hamburg Alarm. Diese hanseatische Ausführung ist wohl sensibler als die Badische 😀

Als ich zum Flughafenpersonal reflexartig sage, dass das das Implantat ist, ist denen das verständlicherweise völlig egal. Handzeichen, hier Handabtasten, fertig. Ganz das Schema, bei wem es piept, wird kontrolliert 🙂 Ob mit oder ohne Implantat.

Fazit: Das CI beeinträchtigt mich 0,0 % beim Fliegen. Selbst dem Detektor ist es egal 😉

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Liebe Mono-Community,

ich hoffe ihr hattet ein besinnliches Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!

Da ich momentan (mal wieder) sehr viel beruflich und privat um die Ohren habe, komme ich nicht mehr wirklich zum Blog schreiben, obwohl ich noch soooo viele Themen offen habe und ständig neue hinzukommen. Es ist mir wichtig auf jede einzelne eurer Zuschriften zu antworten, das hat für mich Priorität.

Deshalb, damit unsere Community wächst und gedeiht und die Informationslage sich weiter für die Monos und Angehörigen verbessert, würde ich mich freuen, auch weitere Beiträge von anderen Betroffenen zu erhalten, die ich veröffentlichen darf.

Falls du dich engagieren möchtest und etwas zum Thema einseitige Taubheit in deinem Namen/Synonym veröffentlichen möchtest, schicke mir doch deinen Beitrag oder deiner persönlichen Geschichte zu. Bitte vergiss nicht deutlich zu machen, wenn dieser veröffentlicht werden soll.

Ich sage schon einmal vielen Dank und wünsche euch ein gesundes Jahr 2016!!!

Ein halbes Jahr CI, das macht DEN Unterschied

CI - Alltag mit dem Sprachprozessor, CI - Erstanpassung und Reha

Momentan sitze ich im Garten des Implant Centrums Freiburg und erfreue mich meines freien Therapienachmittags und eines strahlend blauen Himmels! Inzwischen bin ich (glaube ich) zum vierten Mal zur Anpassung (Reha) hier. Wieder drei Tage Auszeit vom Alltag und Fokusierung auf das Thema CI. Ein halbes Jahr ist „die Erstinbetriebnahme“ als Cyborg her, wieder einmal höchste Zeit für ein aktualisiertes Fazit:

Nachdem zu Beginn sehr große Fortschritte und Veränderungen (z.B. Lautstärkenanpassung) für mich spürbar waren, so ist der Alltag zum Glück wieder angekommen. Dieser war seit der schlagartigen einseitigen Ertaubung nie wirklich zurückgekehrt, erst die CI OP brachte die Kehrtwende.

Die ersten Monate waren dominiert vom Heilungsprozess und viel ungewohnten, neuen Sinneseindrücken. Nun merke ich eigentlich gar keine große Besonderheit mehr im Alltag, außer ich vergesse meinen Sprachprozessor anzulegen 🙂 Diese Aussage meine ich sehr positiv, da ich mir nach der Ertaubung den Alltag so sehr wieder wünschte, aber aus meiner akustischen Einschränkung, der permanenten Dominanz des Tinnitus über das Bewusstsein und der permanenten Erschöpfung einfach nicht aus meinem mentalen Loch steigen konnte.

Diese Phase erscheint mir nun überwunden, die alten Sinneswahrnehmungen sind fast vergessen und das elektrische helle Gebrabbel in meinem linken Ohr scheppert einfach herrlichen den ganzen Tag liebevoll vor sich hin 🙂 Das mag jetzt vielleicht komisch für dich klingen, wenn du selbst kein CI hast, aber dieser Zustand ist wirklich angenehm, wenn man sonst ohne CI gefühlt in einer Schachtel mit einem wild summenden Heer von tausend flimmernden Fernseher mit gezogenem Antennenkabel sitzt (ja, die Älteren unter euch erinnern sich vielleicht an die Zeit vor digitalem TV 🙂 ).

An das häufigere Nachfragen habe ich mich gewöhnt, Arbeitskollegen und Familienmitglieder laufen z.T. automatisch immer auf meiner gesunden Seite und nachts genieße ich es mit dem gesunden Ohr im Kissen akustisch total von der Umwelt (d.h. schreiende Zwillinge) isoliert einzuschlafen. Keine Angst, meine Frau kümmert sich um die Kleinen unter der Woche, sie werden also noch gehört 😉 Am Wochenende bin ich dafür dran 😉

In der Familie und auf der Arbeit sitze ich wieder gefühlt voll im Sattel, pendle täglich 40 km mit dem Rad (hab mein Auto verkauft und ein Trike angeschafft), werke wieder die Wochenenden durch und fühle mich endlich wieder (fast voll) leistungsfähig.

Die Fortschritte mit dem CI sind nicht mehr wirklich spürbar, lediglich alle paar Monate werden die besseren Hörergebnissen (OLSA, Freiburger, etc…) in Tests auf der Reha sichtbar. So auch diesmal, wo ich im Oldenburger Satztest (Verstehen von Wörtern über das CI) statt 76 % (nach der Erstanpassung) auf stolze 90 % kam. Das Richtungshören klappt weiterhin gar nicht, wobei mich das nicht mehr in Stress versetzt wie früher. Wenn ich ein Geräusch räumlich nicht zuordnen kann (also immer), drehe ich ein paar Mal meinen Kopf hin und her, wenn ich denke es lohnt sich. Wenn ich es dann immer noch nicht orten kann, dann ist es halt so 🙂 Frage z.B. regelmäßig mein Umfeld, wo mein klingelndes Handy liegt 😀

Unterm Strich habe ich nun endlich die Phase erreicht, in der ich meinen Frieden mit meiner körperlichen Beeinträchtigung und der neuen „Realität“ gefunden habe. Wenn ich über die Erkrankung nachdenke, so fühlt sich das nun wie eine Art Rückblick an, eine Erinnerung an eine (zum Glück) vergangene sehr schwere, aber abgeschlossene Zeit.

Ich sehe sogar inzwischen die positiven Aspekte an dieser Lebenserfahrung, da sich mein innerster Kern, meine Weltanschauung und meine Beziehung zu meiner Familie sehr stark verändert haben. Meine Prioritäten im Leben haben sich klar herauskristallisiert und angebliche „Probleme“ relativiert. Ich konnte durch viel Reflexion Neues über mich und meine Umwelt erfahren und sehe Dinge nun klarer. Der wichtigste Schlüssel, den ich für mich gefunden habe, heißt Achtsamkeit.

Es gibt ein altes Sprichwort, das besagt, dass man stärker aus einer überstandenen Krise herausgeht als hinein. So fühlt sich das nun für mich auch an. Das ist DER entscheidende Unterschied, den das CI für mich ausmacht. Nicht einzelne Verbesserungen in Hörtests (ich bin ja nicht taub und fühle mich auch nicht schwerhörig) sind für mich relevant, sondern dass ich der Ohnmacht der Ertaubung etwas entgegensetzen kann! Ich habe wieder zu einem Zustand gefunden, mit dem ich mein Leben meistern kann und mich nicht mehr beeinträchtigt fühle. Danke Cochlea Implantat!

Sonne, Strand, Chlor- und Salzwasser – Urlaub mit CI, geht das?

CI - Alltag mit dem Sprachprozessor

Intensive Sonnenstrahlung, 35°C im Schatten, breiter Strand mit groben Sand, Chlorwasser im Pool, Salzwasser im Meer. Der ultimative Härtetest für das High-Tech Gerät des CI Sprachprozessors von Cochlear.

Endlich ist es soweit! Der Sommerurlaub steht vor der Tür! Nachdem die Generalprobe mit dem Aqua+ Kit geglückt war steht dem Südfrankreichaufenthalt mit 1,5 Ohren nichts mehr im Weg, oder doch…?

Sorgfältig habe ich in meinen Koffer das CI Zubehör eingepackt. Auf mein elektrisches Ohr und der damit verbundenen Lebensqualität will ich im Urlaub nicht verzichten! Neben den Akkus, der Trockenbox und dem Aqua+ Kit habe ich noch Verschleißteile wie z.B. Earhooks und Spulenkabel eingepackt.

Nach einer längeren Autofahrt ohne Klimaanlage kommen wir gebruzelt an unserem Ziel Argelès sur Mer an der spanischen Grenze an. Wir haben uns für Campingurlaub mit den Kids entschieden. Nach dem Check-In ist erst einmal eine Abkühlung im Pool angesagt. Mit Freude packe ich meine Cochlear-Kiste aus, um auf das Aqua+ Kit umzurüsten. Wie das wohl herrlichen klingen mag, wenn ich gleich mit einem Sprung ins kühle Nass starten werde ?! 🙂 Zuerst lege ich die Silikonschutzhülle an. Danach kommt die Aquaspule….. doch was ist das?! Neeeeeeiiiiinnnnnnn!!! Der Karton dafür ist leer!!!!! Das wars mit dem Traum vom zweiohrigen Wasserspaß für diesen Urlaub. Ich habe doch glatt die Aquaspule zu Hause in meiner zweiten Trockenbox vergessen und nur den leeren Karton mitgenommen. Naja, immerhin habe ich die Schutzhülle dabei, sodass ich den Sprachprozessor zumindest vor Spritzwasser und Sand geschützt halten kann. Die nächsten 15 Tage werde ich permanent die Schutzhülle tragen, mal schauen, wie das wird. Ab geht’s zum Pool, der Ärger über das Vergessen ist schnell verflogen!

Durch die Schutzhülle klingen die Geräusche alle etwas dumpfer ist mein Eindruck. Der integrierte Earhook fühlt sich zunächst komisch an, hat aber keine Probleme bereitet. Optisch ist die milchig weiße Hülle wesentlich auffälliger als mein übliches schwarz des Sprachprozessors.

Jedoch hatte ich nie das Gefühl, dass irgendjemand mich anstarrt. Da ich nun längere Haare besitze, verschwindet meist die Spule darunter. Ich denke, die Spule ist das, was die Leute am meisten optisch irritiert. Hörgeräte, MP3 Player oder Bluetooth-Headsets hinter dem Ohr sind ja nun wirklich nichts Besonderes mehr.

In der Stadt kaufe ich mir einen Hut, damit fühlt es sich gleich noch viel mehr nach Urlaub an 😉 Leider sitzt die Spule genau am Bund des Hutes. Dadurch habe ich die Wahl zwischen einem leicht drückenden Hut oder einem XXL Hut der wackelt. Ich entscheide mich für den Ersten.

Cochlear Implant

Eine Möglichkeit, den Kopf zu bedecken, ohne dass der Sprachprozessor nervt, ist ein Buff (Schlauchtuch). Finde die superpraktisch in allen Lebenslagen 🙂 Vor allem beim Sport stabilisiert ein Buff super die Spule, damit nichts abfällt und sieht noch gut aus.

Buff Cochlear Implantat

Außerdem kann man diesen in vielen Varianten anwenden. Ein richtiger Allrounder.

Am Strand empfinde ich den Sprachprozessor erstmals als etwas nervig. Durch das Wellenrauschen und das Stimmenwirrwarr um mich herum bekomme ich jede Menge „Elektrotinnitus“ ab. Irgendwie kann ich mich mehr auf das Meeresrauschen mit ausgeschaltetem CI einlassen. Zudem probiere ich wie ein Wilder meine Programme durch, was denn nun das Optimum sein kann. Ich entschließe mich, das „Draußen“ Programm zu verwenden, das einen starken Filter für Umgebungsgeräusche eingebaut hat und stelle die Lautstärke auf die geringste Stufe. Somit höre ich noch ein wenig Rauschen auf der tauben Seite zur Tinnitusunterdrückung, aber das gesunde Ohr ist deutlich im Fokus.

Beach Cochlear Implant

Das ist von nun an meine Strandeinstellung 🙂 Ohne Sprachprozessor gehe ich ins Meer zum Tauchen. Mich interessiert, ob der Druck (bis 10 m Tiefe ja angeblich zulässig) an der Implantatstelle spürbar wird. Da ich mehr ein Badewannentaucher bin schaffe ich es mit Flossen vielleicht gerade einmal auf 5m Tiefe ohne Sauerstoffflasche. Bis dahin kann ich jedoch keine Beeinträchtigung spüren, nur das klare Wasser begeistert mich 😉

Mit auf dem Urlaubsprogramm ist eine kleine Kraxeltour mit den Kindern. Beim Wandern gibt das CI mit Schutzhülle mehr reibende Geräusche beim Auf und Ab der Schritte wieder, was etwas nervig ist. Ohne Hülle ist das gefühlt wesentlich besser. Beim Kraxeln hält der Sprachprozessor gut und die Sicherheitsleine dafür wird nie benötigt.

SONY DSC

Das Cochlea Implantat hat mir auch bei Hitze und Sand sehr gute Dienste ohne Probleme erwiesen. Den ultimativen Wassertest konnte ich zwar aufgrund meiner Schusseligkeit nicht durchführen, das hat die Urlaubsfreude jedoch nicht im Geringsten getrübt. Im Vergleich zum letzten einohrigen Sommerurlaub habe ich eine große akustische Bereicherung gespürt.

Das Aqua+ Kit hat übrigens ein einohriger Freund von mir neulich nachträglich von seiner Kasse übernommen bekommen. Also Kopf hoch für alle, die es nicht schon im Start-Set dabei hatten 😉

Ich wünsche euch einen schönen Sommer!

CI mit Crosgerät kombiniert – die optimale Versorgung bei SSD?

CI - Technik

Butter bei die Fische… Ich möchte als junger Mensch die optimale technische Versorgung gewährleistet haben, da ich, hoffentlich noch lange, auf dieser Welt mit meiner einseitigen Taubheit klar kommen muss. Medizinisch kann ich nichts verändern, jedoch mit Hilfe der Technik. Daher habe ich mich persönlich für das CI entschieden, da dies laut medizinischer Studien die beste technische Versorgung bei einseitiger Ertaubung darstellt. Doch wie wäre das Ergebnis einer Kombination der technischen Hilfsmittel?

Ich selbst habe, vor der CI OP, verschiedene Cros Systeme ein halbes Jahr lang ausprobiert. Das Baha habe ich bei der Voruntersuchung kennengelernt. Das CI ist nun seit 5 Monaten aktiviert.

Das Mittel meiner ersten persönlichen Wahl ist bei meiner medizinischen Historie und meinen Erfahrungswerten ganz klar das Cochlea Implantat, weil:

1) Tinnitus tritt in die dritte Wahrnehmungsebene zurück

2) besseres Sprachverständnis, vor allem im Störlärm

3) Überempfindlichkeit auf der gesunden Seite ist fast weg

4) der Kopfschatten ist reduziert, eine Ansprechbarkeit auf der tauben Seite gegeben => empfundene Klangfülle wird verbessert, mehr Balance

5) Kosten werden von meiner Krankenkasse übernommen (auch Batterieversorgung)

Was wäre, wenn das Cochlea Implantat mit einem Cros- oder Baha System kombiniert wird? Existiert daraus ein Benefit oder ist das einfach nur mehr Technik ohne Mehrwert?

Ich finde, dass sich das CI mit einem der beiden genannten Systeme hervorragend in Synergie ergänzen lässt, weil:

1) Das CI den Tinnitus aus der Wahrnehmung verdrängt

2) Das CI für die empfundene Klangfülle sorgt

3) Das Cros/Baha akustische Eindrücke der tauben Seite in sehr hoher Qualität wiedergibt (natürlich nur durch Transfer auf die gesunden Seite, das taube Ohr hört nix durch ein Cros/Baha; keine Anstrengung beim Zuhören eines Gesprächpartners auf der tauben Seite wie mit CI)

=> akustisch bedingte Kopfdrehungen und Verbiegungen gehören der Vergangenheit an

4) Durch Übung mit Cros ein Richtungshören einigermaßen passabel erschließbar für mich war (funktioniert mit CI bisher nur in seltenen extremen Fällen)

5) Das CI die Überempfindlichkeit der gesunden Seite deutlich reduziert

Ich persönlich würde mir ein Cros für die Zukunft wünschen, das ich dann in Kombination mit dem CI tragen möchte.

Von der Wertigkeit beurteile ich die Situation wie folgt:

+70 % akustischer Zugewinn durch CI solo

+30 % akustischer Zugewinn durch Baha/Cros solo

+ca 90 % akustischer Zugewinn durch Kombination CI und Cros

Der Haken an der Geschichte ist neben den Kosten der zusätzliche technische Kram. Ich persönlich bevorzuge für mich eher ein Cros als ein Baha. Folglich müsste ich aber ein Mikrofon am CI Ohr verstauen. Doch wo? Da ich keine Single Unit besitze ist mein Ohr bereits besetzt. Das ist doch eigentlich eine potentielle Marktlücke für die CI Hersteller. Da diese in der Regel sowieso auch meist einen Hörgerätehersteller im Mutterkonzern besitzen, ist die Technologie vielleicht bereits im Haus. Die Mirofone des CIs könnten ja von einer Cros-Unit am gesunden Ohr verwendet werden. Als Kunde wäre ich bereit, dafür ein paar tausend Euros extra zu bezahlen. Ein rechtfertigender Benefit ist aus meiner Sicht vorhanden. Das BAHA als Alternative benötigt zwar keinen extra Platz am Ohr, jedoch ist ein operativer Eingriff notwendig. Diesen möchte ich nicht noch zusätzlich als CI Träger haben.

Also liebe Entwicklungen von Cochlear, Advanced Bionics und Medel (und andere…), nehmt diesen Gedankengang bitte als Anregung für die Zukunft mit. Ich würde mich persönlich über Tätigkeiten in diese Richtung sehr freuen, weil ich überzeugt bin, dass durch diese zusätzliche Hilfe die Lebensqualität vieler SSDler gesteigert werden wird.

Was ist eure Meinung, wo seht ihr Entwicklungspotential?

Zum ersten Mal ins kühle Nass mit dem CI Aqua+ Kit!

CI - Alltag mit dem Sprachprozessor

Sonne, gefühlte 30° C und ein freier Tag. Ab in den Garten und endlich den neuen Pool für die Kinder aufbauen! In die Badehose rein und erst mal schön im Liegestuhl Sonne tanken während die Kinder zufrieden im Wasser planschen. Soweit, so gut. Natürlich nur für 5 Minuten 😀 Und plaaatschhh, schon schlägt der erste Wasserstrahl trotz eines ordentlichen Sicherheitsabstandes auf meinem Bauch auf. Würde mich normal nicht stören, wenn ich nicht diese Kleinigkeit im Wert eines Kleinwagens am Ohr tragen würde, die mit Wasser nicht wirklich kompatibel ist….Höchste Zeit, mein noch unbenutztes Aqua+ Kit von Cochlear auszuprobieren, bevor der nächste Strahl den Sprachprozessor trifft! Denn dieser verträgt kein Wasser!!!

Seit irgendwann in diesem Jahr, glaube ich (wurde im Feb 15 operiert), ist dieses Zubehörset als Standard im Startpaket von Cochlear für alle frisch Implantierten enthalten. Das hat in den Foren bei manchen CI Trägern von Cochlear zu Unmut geführt, die früher nicht in diesen Genuss kamen und nun für dieses Set eine Stange Geld bei Bedarf ausgeben müssen. Ich fürchte das ist der normale Kreislauf der Produktentwicklung, den es schon immer gab und auch immer geben wird. Wenn ich z.B. einen alten Golf fahre würde ich ja auch nicht daran denken, dass eine Klimaanlage von VW nachgerüstet werden soll, weil dieses nun in der Serienausstattung erhalten ist. Dennoch kann ich nachvollziehen, dass der Wunsch nach einer Gratisnachrüstung besteht.

Das Kit für Nucleus 5 und 6 habe ich schon im Zubehörcheck in der Theorie beschrieben. Nachdem ich nun auch die Akkupacks besitze (ZinkLuft Batterien funktionieren logischerweise nicht unter Luftabschluss), steht dem Praxisteil eigentlich nichts mehr im Wege.

Erstmal heißt es für mich die kompakten Inhalte der schicken Hochglanzverpackung aus jeder Menge Kartons befreien.

Aqua+ Kit Cochlear

Den Zusammenbau bekomm ich intuitiv sofort richtig hin. Hier ist eine Anleitung von Cochlear.

Earhook und Spule ab, Silikongehäuse drüberziehen, Luke ordentlich schließen, Wasserspule ordentlich einstecken und Magnet reindrehen, FERTIG. (Montiere keine extra Halteschnur, da ich nur im  Planschbecken und nicht im tiefen Ozean bade 😉 ).

Aqua+ Kit Cochlear

Das erste Anlegen: Puh, fühlt sich anders an, schwerer und nochmal wackliger als der eh schon wackelige Standard Earhook. Aber dafür gibts ja theoretisch extra noch die Zusatzfixierung. So, das erste Signal erreicht das Innere meines Schädels. Hm, klingt erwartungsgemäß anders als üblich. Rauscht ziemlich. Klack, klack, das Programmverstellen am Sprachprozessor funktioniert auch mit Hülle noch, wobei der Silikonring um den Spulenstecker etwas stört. Nun ist das Rauschen weg (vermutlich das Draußen Programm). Die hohen Töne kommen erstaunlich gut durch das Silikon an die Mikros. Die Lautstärke kommt mir deutlich gedämpft vor. Mt einem mulmigen Gefühl nähere ich mich dem Becken. Mir fehlt es noch etwas an Vertrauen an das neue Kit, mt dem man ja sogar laut Hersteller im Salzwasser schnorcheln können soll. Dieses kleine Becken ist die Generalprobe für unseren baldigen Meerurlaub. Möchte am Strand nicht auf mein Gerät verzichten (ob ich das zum Schwimmen dann auflasse sei dahin gestellt, aber für das Liegen auf dem Sand ist es bestimmt sehr vorteilhaft). Ich möchte ja dort entspannen können und dem Meeres- und nicht dem Tinnitusrauschen lauschen. So, Kopf ab unter Wasser! BlubbbBlubbbbBlubbb, auf beiden Seiten höre ich mit Freude das kühle Nass. Bloß für wie lange?! Das Blubbern erlischt schlagartig, doch zum Glück erst nachdem mir die Luft ausgegangen ist und ich den Kopf rausziehe und nicht, weil der SP hinüber ist 🙂

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Test bestanden. Doch damit nicht genug, ich begebe mich schnurstracks in die Dusche. Intuitiv will ich den SP bei Betreten des Bades abnehmen 🙂 Doch ich widerstehe diesem Reflex, drehe die Brause auf und steige ein. Prassel, prasssseelll, prassel. Och ist das schön, seit 1,5 Jahren endlich wieder auf beiden Ohren diese Geräusch zu vernehmen!!!!!!! Ich switche die Programme und die Prasselqualität wird noch besser (vermutlich Musikprogramm?).

Ich denke mit diesen ersten Eindrücken, dass ich die Freuden des Sommers dieses Jahr wohl wieder besser genießen werde und das Aqua+ Kit nicht nur in seiner Verpackungen schlummern wird. Für alle, die das Kit nicht haben und nicht so viel Geld ausgeben wollen, gibt es, glaube ich, noch die günstigere Alternative mit den Plastiktüten von Cochlear. Euch wünsche ich schöne heiße Tage und viel Blubbern auf den Ohren!!!!!

Wie ist ein Tag ohne CI? Wie überstehe ich den nur?!

CI - Alltag mit dem Sprachprozessor, So ist einseitige Taubheit!

Montag Morgen. Leichte Müdigkeit. Zwillinge haben in der Nacht Rambazamba gemacht. Kaffee nur noch koffeinfrei da. Zu spät aufgewacht. Schnell, schnell fertig machen. Tschüss Jungs, tschüss Frau, tschüss Hund. Auto, los….

So, nun legt sich der Stress und ich rolle gemütlich Richtung Arbeit. Doch warum hab ich nur dieses merkwürdige Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt? Naja egal, Radio an. Hmmm.. bin ich so kaputt, dass ich mich überhaupt nicht konzentrieren kann? Ich bekomme einfach nichts mit von dem Interview, dass da gerade läuft. Auto fahren und den Inhalt verarbeiten, das klappt gerade nicht wirklich. Scheiß Müdigkeit…

Und was ist das? Oh man, der Tinnitus knetet mein Restbewusstsein durch, was nur geht. Der ist mir schon ewig nicht mehr so aufgefallen beim Autofahren. Da hilft das CI schon super …………. das CI!

Jetzt macht alles Sinn, klar Montag Morgen kann ein Grund sein für eine schlechte Konzentration und zwei Nachtmonster ebenfalls. Aber das ist ja mein normaler Alltag, der mich sonst nicht so beeinträchtigt. Ich habe in der Eile das CI vergessen anzulegen. Umdrehen? Oh, da ist ein riesiger Stau auf der Gegenfahrbahn, da müsste ich dann anstehen. Naja, was solls… Werde den Tag schon rumbekommen. Habe ich ja auch über ein Jahr lang geschafft. Das Radio mache ich nun erstmal aus, damit ich mich besser auf die Straße konzentrieren kann. Der Tinnitus gibt den Beat vor 🙂

Rein ins Büro, die Kollegen sitzen bereits bei der Frühstückspause zusammen. Bin ja etwas später heute. Puh ist das anstrengend. Sonst verstehe ich eigentlich alles in unserer Runde, doch heute ist das anders. Drehe ständig meinen Kopf hin und her. Was? Wie bitte? Oh man, fühle mich wie 90 gerade. Ein Kollege hat eine besonders tiefe und ruhige Stimme. Da hilft selbst die stärkste Kopfdrehung und Konzentration nichts.

Pause vorbei, nun erstmal ein paar Berechnungen in Excel programmieren. Ein Genuss für mich eigentlich für einen Montag Morgen (nein, kaum zu glauben aber das ist wirklich keine Ironie 😉 ). Doch die Schaltvorgänge gehen heute etwas weniger flüssig in meinem Oberstübchen. Nach einem Kaffee mit viel Koffein gehts wieder besser.

Mittags lasse ich die Kantine ausfallen. Viele Menschen in einem großen Raum und kein CI ist suboptimal. Da bleibe ich lieber im ruhigen Büro, will ja Kraft tanken und nicht verlieren.

Nachmittags halte ich eine Präsentation. Ich setze mich gleich an die Pole Position, damit mein akustisches Ohr den kompletten Raum orten kann. Da ich überwiegend rede, macht die Präsentation richtig Spaß und ich übertöne selbst den Tinnitus 😀

Nach dem Meeting spreche ich mit einem Kollegen, den ich in diesem Jahr noch nicht getroffen hatte. Moment, kurzer Seitenwechsel beim Laufen, damit mein gesundes Ohr auf der richtigen Seite ist. Wir unterhalten uns kurz über mein Wohlbefinden und ich erzähle ihm von der CI OP und wie froh ich über diesen Zugewinn an Lebensqualität bin. Unter Ingenieuren ist das technische Interesse immer sehr groß an dem Thema 😉 Leider kann ich ihm den Sprachprozessor und die Spule gar nicht zeigen, da ich diese ja vergessen habe.

Der Abend bricht an und ich beende den Arbeitstag. Mein Kopf brummt etwas, der Tinnitus summt fröhlich wie immer und ich fühle mich wieder richtig müde.

Zuhause angekommen begrüßen mich meine Frau mit den Kinder, der Hund und ….. mein CI! Da schlummert das Kleine in der Trockenbox. Sofort lege ich es an und zack, da ist das schöne neue Klingeln und Bimmeln! Nun fühle ich mich wieder vollständig. Merci, dass es dich gibt 🙂 Nun ab zu den Kindern!

Résumé: Wie ist das Hören nach dem 1. Monat mit CI bei einseitiger Taubheit?

CI - Erstanpassung und Reha, So ist einseitige Taubheit!

Etwas mehr als ein Monat ist nun vergangen, seitdem das Cochlea Implantat mein taubes Ohr wiederbelebt hat. Zeit für ein erstes, persönliches Résumé.

Retroperspektivisch betrachtet bin ich sehr froh, mich FÜR das CI entschieden zu haben, weil:

1) mein Tinnitus tritt deutlich in den Hintergrund, solange das CI aktiv ist

2) mein Sprachverständnis ist besser geworden

3) die Ansprechbarkeit auf der tauben Seite ist gegeben

4) ein Gefühl von Raumklangempfindung ist bei mir wieder vorhanden

5) Geräuschüberempfindlichkeit ist reduziert auf der gesunden Seite

zu 1) Boah, nun fällt mir es richtig auf, wie sehr der Tinnitus der tauben Seite meine Wahrnehmung eigentlich beeinträchtigt. Schalte ich das CI kurz aus beim Gespräch, so strengt es mich mehr an diesem zu folgen. Der Kontrast ist sehr deutlich spürbar, da der Tinnitus sofort nach Deaktivierung in voller Stärke ins Bewusstsein drängt.

Zur Veranschaulichung, was in meiner Tinnitus Wahrnehmung passiert:

A) CI aus:

Primärwahrnehmung (selbst bei lauter Umgebung) ist Tinnitus

Sekundärwahrnehmung ist akustische Umwelt (gesundes Ohr)

B) CI ein:

Primärgeräusch ist akustische Umweltwahrnehmung (gesundes Ohr)

Sekundärgeräusch ist elektrische Umweltwahrnehmung (über das CI)

Tertiärgeräusch ist Tinnitus

Was für ein Wandel! Der Tinnitus wird nicht unbedingt weniger, sondern er rutscht mehrere Ebenen in der Wahrnehmung nach hinten. Was für ein Segen!

=> besseres Sprachverständnis

=> geringere Anstrengung

=> geringere Ermüdung

2) Das Sprachverständnis ist deutlich verbessert, was sich auch in den Sprachtests zeigt. So kann ich auch bei Störgeräuschen, z.B. in der Innenstadt, den Gesprächen deutlich besser folgen. Die akustische Wahrnehmung ist weniger mit Anstrengung verbunden.

3) Meinen Kopf halte ich nun immer öfter gerade in Gesprächen und muss ihn nicht mehr zur Seite drehen. Der Körper wird mir diese verbesserte Haltung hoffentlich danken. Die Körpersprache ist dadurch auch wieder verbessert, da eine gedrehte Kopfhaltung in der Kommunikation fehlinterpretiert werden kann vom Gegenüber. Ich bin beim Spazierengehen z.B. mit meiner Frau auch nicht mehr auf eine Seite beschränkt (gesundes Ohr zu ihr), wobei ich das weiterhin bevorzuge. Ich hatte nun schon öfters die Situation, dass ich es rein über die CI Wahrnehmung erkannte, wenn ich angesprochen wurde auf der tauben Seite. Natürlich suche ich mir es weiterhin zu Hause aus, ob ich etwas verstanden habe, wenn meine Frau mich ruft 😉

4) Das Gefühl „Ich sitze in einer Schachtel und habe einen Korken im tauben Ohr“ ist weg und der Klang fühlt sich wieder voller und umfassender an. So kann ich beim Autofahren wieder Musik hören, ohne dass mich das zu sehr ablenkt. Das Klavierspielen habe ich ebenfalls wieder angefangen. Nach den fürchterlichen Klangeindrücken nach der einseitigen Ertaubung hatte ich dieses frustiert vorübergehend aufgegeben…

5) Nach meiner Ertaubung musste ich temporär mit Gehörschutz zu Hause herumlaufen (im Vergleich zu drei kleinen Jungs ist ein startender Düsenjet nichts 😀 ), da sich eine laute Geräuschumgebung wie seelische Gewalt anfühlte. Nun stressen und verletzen mich laute Geräusche nicht mehr überdurchschnittlich. Das Cros habe ich nach der Arbeit immer abgelegt (da war nicht dieser Effekt), das CI trage ich permanent.

Sport und Sauna

Ich habe wieder angefangen (8 Wochen nach OP), regelmäßig Sport zu treiben (Fitness und Laufen). Ich merke keine Beeinträchtigungen durch das CI. Im Gegenteil: es ist unglaublich toll, beim Joggen wieder Windgeräusche und das Auftreten der Füße auf beiden Ohren zu hören! Irgendwie bin ich dadurch auch etwas besser im Gleichgewicht. In die Sauna gehe ich ebenfalls wieder (ohne Sprachprozessor versteht sich, wobei das mit Einschränkungen mit dem Aqua+ Kit wohl möglich sein soll).

Schlafen und Wundheilung

Schlafen ohne Probleme ist ebenfalls wieder auf der OP Seite möglich. Eine Berührungsempfindlichkeit der Narbe liegt nur noch ganz schwach vor.

Gesellschaftliches Leben

Nach meiner einseitigen Ertaubung habe ich große Menschenansammlungen und laute Umgebungsgeräusche vermieden. Nun war ich wieder mit meiner Frau und Freunden einmal in einer Kneipe und einem Restaurant. Wenn ich den Sprachprozessor abnehme, ist der Tinnitus sofort im Vordergrund und ich erhalte ein beklemmendes Gefühl (sogar bei dieser lauten Geräuschkulisse!). Die Umgebungsgeräusche erdrücken einen förmlich. Schnell wieder den SP ran an den Kopf und ich fühle mich wieder viel wohler und verstehe die Gespräche deutlich besser!

Arbeit

Auf der Arbeit empfinde ich mich leistungsfähiger mit CI und ermüde weniger bei Gesprächen. Meine Kollegen sind super interessiert an dem Ding an meinem Kopf (Ingenieure lieben eben Technik 🙂 ). Wenn ich erzähle, dass ich nun nur noch bis 1,5 Tesla zugelassen bin, dann habe ich die Lacher auf meiner Seite (das finden aber glaube ich nur Leute witzig, die mit Magnetfeldern arbeiten 😉 ).

Wow Effekt:

Stellenweise habe ich den Eindruck, auf beiden Seiten die gleiche Geräuschwahrnehmung zu besitzen. Was für ein tolles Gefühl, wie mit zwei gesunden Ohren! War mir gar nicht bewusst, dass das möglich ist mit einem CI!

Zum Beispiel:

beim Hören von elektrischer Musik

das Plätschern von Wasser

das Wehen von Wind um die Ohren

Fazit 1. Monat mit aktiviertem Cochlea Implantat:

Unterm Strich ist meine Lebensqualität als einseitig Ertaubter deutlich mit Cochlea Implantat gestiegen. Das Cros war in der Vergangenheit eine kleine Hilfe (konnte nur bei Punkt 3 helfen), das CI ist verglichen dazu ein deutlicher Quantensprung.

Die Klangqualität des CI ist deutlich schlechter und anders als die akustische Wahrnehmung über das gesunde Ohr (keine Illusionen da machen!).

Jedoch stört mich das nicht, auch wenn sich ein leichtes Hallempfinden der beiden Wahrnehmung bei mir einstellt (CI Ohr ist leicht zeitversetzt). Ich empfinde es von Anfang an als Bereicherung und trage das CI den ganzen Tag!

Ich kann zum Glück ein sehr positives Fazit für mich persönlich ziehen, nach all den Höhen und Tiefen im Vorfeld. Ich kann nun gar nicht mehr nachvollziehen, wieso ich mir so unglaublich viele Gedanken im Vorfeld machte, ob ich die Operation wagen soll. Hätte ich doch nur die Informationen schon früher gehabt 🙂

Nichts desto trotz möchte ich wie üblich betonen, dass das meine persönlichen Erfahrungen sind und leider keine Allgemeingültigkeit besitzen. Die medizinischen Voraussetzungen (vor allem die Ertaubungsdauer) sind einfach zu verschieden, genau so wie der individuelle Lernprozess und der psychologische Umgang mit dem Thema.

Ich hoffe, ich kann Mut allen Unentschlossenen mit meinen Erfahrungen machen, wenigstens zur Voruntersuchung zu gehen und die medizinische Machbarkeit abzuklären. Alles andere ist sonst nur Spekulation im Vorfeld. Die VU kostete mir lediglich 20 € Zuzahlung und zwei Tage Untersuchungen mit warmen Mahlzeiten und netten Leuten dazwischen 😉 Dafür kann sie der mögliche erste Schritt in ein neues akustisches Leben bedeuten. Nur Mut!

Diskussion zu CI bei einseitiger Taubheit findest du hier im DCIG Forum.

EA Tag 5: Kann man hören wie Latein lernen?

CI - Erstanpassung und Reha

Und schon bricht der bereits letzte Tag meiner Erstanpassung an. Wahnsinn, wie schnell diese Woche vergangen ist! Der erste Griff geht in die Trockenbox neben meinem Bett und der Sprachprozessor wird mit einem inzwischen geübten Handgriff angelegt.

Hallo, hallo, hallo, Guten Morgen taubes Ohr, Hörnerv erwache! Die ersten Minuten nach dem Anlegen empfinde ich die Lautstärke des CIs noch etwas laut, das legt sich jedoch schnell. Das Geräusch des fließenden Wassers beim morgentlichen Waschen entzückt mich noch immer aufs neue. Wahnsinn, wie dynamisch das Wasser doch durch das Blechohr klingt.

Ich habe generell den Eindruck, dass ich unglaublich achtsam geworden bin, seitdem das CI aktiv ist. Obwohl die Klangqualität, verglichen mit dem akustischen Hören, bei weitem nicht mithalten kann, entdecke ich neugierig viele akustische Nuancen! Diese fielen/fallen mir über das akustische Ohr überhaupt nicht in der Intensität bewusst auf, sondern werden einfach selbstverständlich konsumiert und nicht weiter beachtet. Etwa die genannte Dynamik eines  Wasserstrahls im Waschbecken oder die vibrierende Charakteristik des Klangs einer Kirchenglocke. Das Cochlea Implantat verhilft mir trotz seiner reduzierten Klangqualität zu einer bewussten Differenzierung der akustischen Umwelt und somit zu einer Erweiterung meiner wahrgenommenen Hörfähigkeit. Klingt komisch, ist aber irgendwie so…

Logopädie

An meinem letzten Tag der EA möchte ich noch einmal richtig gefordert werden. Die angehende Logopädin führt heute wieder die Sitzung durch und liest mir einen unbekannten Text vor. Das gesunde Ohr ist dabei selbstverständlich mit einem lauten Rauschen aus einem Kopfhörer wirkungsvoll abgelenkt, sodass ich nur rein über das CI die Sprache wahrnehmen kann. Mit geschlossenen Augen lausche ich dem wilden Rauschen auf der einen, der Mickey Mouse ähnlich wahrgenommenen Stimme auf der anderen Seite. Den Text kann ich gut aufnehmen und einzelne unverständliche Wörter kann ich über den Kontext erschließen. Toll, so ein Resultat am Ende der EA habe ich mir im Vorfeld wirklich nicht erträumt. Die Erwartungen möglichst tief ansetzen hat sich gut bewährt, sodass ich nur positiv überrascht wurde. Der Text handelt von einer Forschungsreise. Nach jedem Absatz soll ich den Inhalt wiedergeben.

Nun fällt mir eines ganz bewusst auf: Ich verstehe zwar während des Zuhörens recht gut den Text, jedoch ist es für mich unglaublich schwer, den Inhalt über mehrere Sätze hinweg im Gedächtnis zu behalten. Mein Gehirn ist scheinbar so mit der Datenaufnahme und Interpretation beschäftigt, dass wenig Denkleistung fürs Ablegen im „Arbeitsspeicher“ übrig bleibt. Trotz meiner ersten Erfolge dieser Woche wird mir nun einmal mehr bewusst, dass noch ein längerer Weg der neuronalen Neuvernetzung (einmal wieder nach dem Gehör- und Gleichgewichtsverlust) für mich zu gehen ist. Doch als Bergsteiger und Marathonläufer bin ich gewohnt lange Wege zu gehen, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren 😉

Den vollen Nutzen eines Cochlea Implantats erlangt man ja bekanntlicherweise erst nach einer längeren Lernphase. Daher ist meine Rehaphase auch auf drei Jahre verteilt. Viele vergleichen den cognitiven Entwicklungsprozess auch mit dem Erlernen einer neuen Sprache. Im Vorfeld habe ich mir das irgendwie etwas wie Latein lernen, also durch harte Arbeit, vorgestellt. Nun nach der EA habe ich mehr das Gefühl, dass das größtenteils ein spielerischer unterbewusster Prozess ist.

Natürlich kann man durch Übung (z.B. jeden Tag eine Stunde mit dem Kabel einstöpseln) den Prozess des Erlernens beschleunigen. Eine gute Möglichkeit hierfür ist die Nutzung des Online-Angebots der deutschen Welle. Hier findet man langsam gesprochene Nachrichten, Reportagen, etc. mit Skript zum parallelem Lesen. Eine wirklich tolle Plattform als Quelle zum Üben zu Hause!

Ich empfinde den Entwicklungsprozess mit CI aber mehr wie das Lernen eines Kindes durch Erleben . Da die Geräusche des Alltags ebenso einen Lerneffekt hervorrufen können wie gezielte Übungen, lernt mein Gehirn allein durch das Tragen des SP stets dazu. Achtsamkeit und Neugierde helfen dabei, den Prozess zu beschleunigen.

Die Auszubildende frägt mich, ob ich mich als Patient für ihren Fallbericht zur Verfügung stelle. Da habe ich natürlich nichts dagegen und wir verabreden uns für den Mittag zu einem kurzen Gespräch.

Anpassung Technik

Um im kommenden Alltag für die unterschiedlichen akustischen Situationen gut gerüstet zu sein, stellt der Techniker zusammen mit mir ein paar Programme auf der Fernbedienung ein. Diese kann ich nach belieben selbst aktivieren. Zudem wird die Lautstärke erneut angepasst. In der nächsten Zeit soll ich ungefähr alle drei Tage eine Lautstärkenstufe nach oben gehen, bis es für mich nicht mehr angenehm ist. Ich starte mit 1 von 10 und bin gespannt, wie weit ich bis zu meinem nächsten Aufenthalt im Rahmen der Reha kommen werde. Die jetzige Stufe 1 hört sich noch recht laut und hallend an, die Eigenstimme gewöhnungsbedürftig. Die Zeit wird zeigen, welche Fortschritte noch möglich sind.

Interview Fallbeispiel

Gerne stehe ich als Patient für einen Ausbildungsbericht der  angehenden Logopädin zur Verfügung. Wir treffen uns in der Cafeteria und unterhalten uns. Ich erzähle ihr meine medizinische Vorgeschichte (wird echt mal Zeit, dass ich es schaffe hier einen Beitrag darüber zu verfassen!) und über meine ersten Erfahrungen mit dem CI. Ich denke, ich bekomme das recht prägnant auf den Punkt, da mir das Schreiben im Blog als Reflexion dient. Ist ja auch praktisch für sie, einen umfassenden Blog als Informationsquelle zu ihrem Patienten nutzen zu können 🙂 Nachdem wir mit den Themen durch sind, verspricht sie mir auf Nachfrage, den Bericht per Mail zukommen zu lassen.

Wir verabschieden uns und ich begebe mich auf die Autobahn Richtung zu Hause.

Byebye EA!

Die Erstanpassung hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen! Zwar klingt das erste Hören über das CI noch surrealer als die Simulationen. Das stört aber nicht! Neben Wörtern ist mir das Verstehen von ganzen Sätzen nach dieser ersten Woche möglich. Die Klangvielfalt hat mich trotz der vermuteten reduzierten Qualität positiv überrascht. Der Tinnitus scheint in den Hintergrund zu rücken, so lange ich den SP trage. Das ist alles so viel besser als einseitig taub zu sein! Lang lebe die Technik und die Medizin, die dieses Erlebnis ermöglicht.

Ich freue mich darauf, den Sprachprozessor meiner Frau und Kindern zu zeigen und sie an meiner Freude über den neuen Lebensabschnitt teilhaben zu lassen. Zudem bin ich überaus neugierig, wie mein privates und berufliches Umfeld auf den SP reagieren wird  und auf die hoffentlich vielen Entdeckungen in der neuen akustischen Welt, die vor mir liegen!

Diskussion zu meiner Erstanpassung findest du hier im DCIG Forum.

EA Tag 4: Die ersten Ergebnisse: Was bringt das Cochlea Implantat?

CI - Erstanpassung und Reha

Neuer Tag, neues Glück. Wie gewohnt lege ich mir sofort nach dem Aufstehen mein Cochlea Implantat an. Ahhh, da ist sie wieder, die schöne, neue akustische Welt. Das Wasser beim Waschen hört sich schon wieder verändert an bilde ich mir ein, klarer und heller. Unglaublich, wie achtsam ich seit der Aktivierung des CIs den Tag über Geräusche wahrnehme, ohne dass ich mich speziell darauf fokusiere. Heute wird ein Power-Tag! Das vollste Programm meiner Erstanpassung lacht mir entgegen. So mag ich das 🙂 Als runter an den Frühstückstisch und zur Abwechslung mal Kaffee mit Coffein rein in den Körper. Ja, ich trinke häufig ohne. Nein, es hat nichts mit dem CI zu tun 😉 Zwei Brötchen später fängt das Doping an zu wirken und ich mache mich bereit für das Highlight der Woche! Hörtests in der Audiologie stehen an.

Audiologie

Zur Audiologie muss ich genau 1,5 m den Speisesaal verlassen und schon bin ich im schalldichten Raum. Natürlich bin ich hoch motiviert, ein erstes „objektives“ Ergebnis über die Veränderungen meiner persönlichen  akustischen Wahrnehmung zu erhalten. Bereits vor der OP wurden die gleichen Tests durchgeführt (ohne Hilfsmittel, mit Cros und mit Baha). Im Laufe der mehrjährigen Reha wird dieser Test wiederholt und der Lernprozess dadurch sichtbar. Auch für die Wissenschaft werden die Ergebnisse für Studienzwecke herangezogen. Man, es wird echt Zeit, dass ich endlich dazu komme, die Ergebnisse der vielen Studien zu den Vorteilen eines CIs bei einseitiger Taubheit in einem Beitrag zusammenzufassen….. Los geht die Testreihe. Auf dem Programm stehen der Oldenburger Satztest und der Freiburger Einsilbertest.

Beim Oldenburger Satztest werden wiederholt Sätze gleichen Satzbaus aus fünf Wörtern gebildet. Die Wörter werden aus einer vordefinierten Menge dabei durch das Zufallsprinzip miteinander kombiniert. Daher gilt: Beim Oldenburger keinen Sinn suchen, sondern nur das wiedergeben (und zwar alles) was man wahrnimmt. Ich bilde wieder fleißig mit geschlossenen Augen lustige Sätze oder Wortfetzen.

Das Freiburger Sprachaudiogramm (oder Freiburger Wörtertest, Einsilbertest, etc…) beschränkt sich auf das Hören eines Wortes im Störgeräusch. Die Lautstärke des Störgeräuschs wird dabei den Ergebnissen des Probanten angepasst. Der Grenzbereich des Sprachverständnisses wird also ermittelt. Das Ganze wird mit Zahlen und einsilbigen Substantiven durchexerziert. Das Zahlenverstehen flutscht ohne Probleme durch, die Wirkung des Kaffees ist noch voll da 😉 Mit den Wörtern wird es schon anspruchsvoller.

Wer nun noch einen Hannover- oder Berlinertest vermutet, die kamen nicht vor 🙂

Direkt im Anschluss erhalte ich die Auswertung in die Hand gedrückt und die Audiologin verabschiedet sich. Ich hake natürlich nach, was die Diagramme bedeuten und sie nimmt sich nochmal Zeit für mich und erklärt kurz das Papier in meinen Händen.

Hörkurve einseitige TaubheitZunächst sieht man im ersten Audiogramm, Überraschung, ich bin links ohne CI taub und rechts normalhörend. Das Zweite ist da schon wesentlich aufschlussreicher:

Sprachaudiogramm Freiburger Wörtertest

Im Oldenburger Satztest konnte ich 77 % der Wörter verstehen (dachte vom Gefühl, es wären weniger). Beim Freiburger Sprachverständlichkeitstest verstand ich 50 % der einsilbigen Substantive und 100 % (!!!!!!!!) der Zahlen im Störlärm. Yeah, bin sehr zufrieden mit den Erfolgen mit dem Cochlea Implantat und fühle mich einmal wieder bestätigt in meiner Entscheidung dafür! Mit viel Coffein und Endorphinen im Blut nimmt der Morgen weiter seinen Lauf. Schön, dass nach all der Ungewissheit, ob das CI überhaupt noch medizinisch funktioniert, so ein erfreuliches Ergebnis heraus kommt! Das Ergebnis ist bei Weitem nicht selbstverständlich! Einen Vergleich mit den Tests vor der OP (Ergebnisse habe ich leider momentan nicht, besorge ich beim nächsten ICF Aufenthalt) liefere ich euch nach.

Anpassung Technik

Nun geht es direkt weiter zum Techniker. Dieser nimmt keine neuen Einstellungen vor, da wir uns voll und ganz dem Technikzubehör widmen wollen. Bisher hatte ich den Sprachprozessor mit Spule, die Fernbedienung und ein paar Batterien. Nun kommt noch eine Menge anderer Zubehörteile in einem Koffer dazu. Da die Beschreibung des Inhalts den Tagesberichtsumfang der Erstanpassung sprengen würde und ich hoch erfreut bin über so viel Sonderausstattung (sponsored by Krankenkasse), widme ich hier dem Koffer seinen verdienten Extrabeitrag. Lasst uns doch einmal gemeinsam einen Blick hineinwerfen:

Cochlear Implantat Nucleus 6 – der Zubehörcheck

Logopädie

Heute führt die Logopädiestunde eine junge Dame durch, die unsere letzten Sitzungen lang als Auszubildende hospitierte. Zum Start wünsche ich mir gleich eine schwere Herausforderung (habe mir  ausnahmsweise Kaffee mit Coffein heute morgen gegönnt, der bringt mich in Fahrt 🙂 ). Gut, soll ich bekommen… Das Audiokabel wird in den Sprachprozessor eingestöpselt und los gehts nur über die CI Seite. Drei verschiedene Wörter eines gemeinsamen Themenfelds werden vorgespielt. Nach dem Anhören soll ich das dazugehörige Themenfeld benennen. Ich erfasse noch nicht alle Wörter auf anhieb. Braucht es auch gar nicht bei dieser Übung, da ich auch mit Lücken das Themenfeld recht  gut assoziieren kann. Ich wills härter! 🙂 Ok, nächstes Level. Eine Liste mit je drei Wörtern je Zeile, die sehr ähnlich klingen (in etwa Feld, Geld, Held), liegt vor mir. Ein unbekanntes Wort wird übers CI eingespielt und ich soll nennen, welches der drei Wörter es jeweils ist. Diese Übung klappt ebenfalls recht zügig und wir ziehen deshalb die komplette Liste durch. Ich halte immer meine Augen geschlossen, um die maximale Konzentration auf dem Gehör zu haben. Puh, gegen Ende merke ich, wie sich langsam die Ermüdung breitmacht. Nun muss ich doch das ein oder andere Wort wiederholen lassen. Unterm Strich weiß ich jedoch das Sprachverständnis, das ich bisher aufbauen konnte, sehr zu schätzen! Nimm das Verknöcherung!

Psychologie

Die Belastungen einseitiger Taubheit (geschweige denn bei einer vollständigen Ertaubung) und vor allem der häufigen Begleiterscheinung Tinnitus (nie mehr Ruhe!) bei Spätertaubungen kann sehr massiv sein und sich auch auf das Sozialverhalten auswirken.

Deshalb hat jeder Patient standardmäßig am ICF ein Gespräch mit einer Psychologin bei der Erstanpassung. In den daraufhin folgenden Reha-Aufenthalten kann jederzeit über die Logopädie ein neuer Termin angesetzt werden. Zunächst versucht mir die Psychologin mit Samthandschuhen die Vorteile und den Nutzen einer psychotherapeutischen Arbeit näher zu bringen. Ich weise sie gleich darauf hin, dass ich vom Benefit ihrer Tätigkeit überzeugt bin. Der Nutzen, um möglichst schnell wieder neben dem körperlichen auf die Beine zu kommen, ist mir bewusst. Daraufhin führen wir das Gespräch gleich auf einer ganz anderen Ebene fort. Sie stellt heraus, dass sie mit den wenigen Terminen keine Therapie bieten kann, sondern lediglich eine Hilfestellung bei offenen Fragen und Anliegen leisten kann. Verständlich, wenn man bedenkt, dass eine klassische Kurztherapie bei einem Psychologen 40 Sitzungen umfasst.

Hiermit möchte ich anderen Betroffenen Mut machen und den Nutzen von psychologischer Arbeit bei einseitiger Ertaubung unterstreichen. Natürlich kann man versuchen alles mit sich selbst auszumachen, jedoch ist es meist deutlich effizienter, professionelle Unterstützung zur Bewältigung von belastenden Themen in Anspruch zu nehmen (auch wenn viele, mich eingeschlossen, eine ziemliche Hemmschwelle beim ersten Mal dafür haben). Ich für mich persönlich bin froh, möglichst schnell Leistungsfähigkeit wieder herzustellen und spüren zu können.

Freizeit

Nach diesem anstrengenden Rehaprogramm möchte ich mir etwas Ruhe gönnen. Deshalb nutze ich das schöne Wetter für einen Spaziergang vom ICF aus zum Seepark, der direkt in der Nähe liegt. In dieser Parkanlage fand eine Landesgartenschau in der Vergangenheit statt. Ich genieße die Aussicht von einem Turm und umrunde den See. Leider hat der einladende Biergarten noch nicht geöffnet.

Fazit

Trotz des Schocks der Voruntersuchung nimmt die Geschichte CI für mich persönlich scheinbar einen positiven Ausgang. Die Ergebnisse übertreffen bei Weitem meine Erwartungen und ich bin darüber sehr dankbar. Nimm das Verknöcherung!