Was ist von der Erstanpassung zu erwarten? (ein Gastbeitrag von Katrin K.)

CI - Erstanpassung und Reha

„Ball flachhalten!“

Als Einstimmung auf meine baldige Erstanpassung und um die Erwartungshaltungen auf ein realistisches Maß zu dämpfen, habe ich viel in Foren zu diesem Thema gelesen.

Auch habe ich liebe Zuschriften erhalten, vielen Dank dafür! Exemplarisch hierfür möchte ich einen Auszug aus einem Erfahrungsbericht von Katrin K. posten. Dieser spiegelt genau mein Stimmungsgefühl wieder, das sich durch Lesen zahlreicher persönlicher Schilderungen eingestellt hat. Ein dickes Dankeschön dir Katrin, dass die Allgemeinheit deine Email lesen darf!

Katrin K.s Gastbeitrag:

„Der Höreindruck mit dem CI hat sich bei mir super entwickelt.
Am Anfang ist es echt krass, wie es sich anhört. Hast Du schonmal ein Beispiel gehört? Hier ist eins…
http://www.kgu.de/fachkliniken/klinik-fuer-hals-nasen-ohrenheilkunde/audiologische-akustik/forschung-und-projekte/demos-zur-elektrisch-akustischen-stimulation-eas.html

Ich dachte am Anfang – so krass wird sich das schon nicht anhören – aber es war dann tatsächlich so 😉 Aber keine Sorge – das legt sich schnell.
Vor allem war es mir auch total egal, wie es sich angehört hat – das wichtigste und schönste war für mich, dass ich überhaupt auf meinem tauben Ohr wieder etwas hören konnte. Auch wenn es eine Roboterstimme war 😉 Leider gab es bei der Erstanpassung keinen Spiegel im Hörtest-Zimmer – ich glaub ich hab noch nie in meinem Leben so gegrinst, als ich meinen ersten Satz über das CI gehört habe – das war der Hammer!
Ich habe schon direkt in der Erstanpassungswoche sehr viele Worte und Sätze verstanden – normalerweise dauert das laut den Therapeuten dort bei vielen viel länger. Aber ich glaube das liegt auch daran, dass ich „nur“ 2 Jahre taub war und dass mein Gehirn durch das „gute“ Ohr noch weiß, wie es ist zu hören.
Denke (und hoffe) das wird bei dir genauso sein.
Ich habe das CI von Anfang an den ganzen Tag getragen. Am Anfang war bei allen Stimmen noch ein metallischer Beiklang dabei, das wurde aber durch das „normale“ Ohr ganz gut ausgeglichen und hat sich dann relativ schnell gelegt. Manche Geräusche konnte ich aber überhaupt nicht zuordnen – ein laufender Wasserhahn hat sich in den ersten Tagen angehört wie eine Kreissäge…also total ungewohnt, dass alles auf einmal wieder so laut ist…
Aber wie gesagt – das hat sich bei mir total schnell gelegt und durch das ständige Tragen hat mein Gehirn relativ schnell ganz automatisch gelernt, die Höreindrücke von künstlichem und normalem Hören zu vereinen.
Mittlerweile hört sich mit CI und normalem Ohr zusammen alles völlig normal an.
Rein mit dem CI ist es schon noch „elektronisch“ – vor allem Musik hört sich echt gewöhnungsbedürftig an. Aber es hat sich auf alle Fälle schon sehr stark gebessert. Stimmen z.b. höre ich fast ganz normal.

Ich kenne allerdings auch eine Patientin, die hat sich erst ganz langsam an ihr CI gewöhnt (auch einseitig ertaubt). Sie meinte mit CI versteht sie viel weniger als ohne, weil alles einfach nur mega laut ist und sie nichts richtig zuordnen kann. Das kann aber auch an der Einstellung des CIs liegen – in Freiburg sind sie ja da sehr kompetent und fit – von demher bist Du da denke ich in besten Händen.

Ich hoffe, ich konnte Dir einen kleinen Eindruck vermitteln und wünsche Dir auf alle Fälle eine spannende Erstanpassungs-Woche.
Würde mich freuen, wenn Du mir danach berichtest wie es war (bzw. das kann ich ja dann sicher im Blog mitverfolgen 🙂 ). „

Zusammenfassend meine persönlichen Gedanken zur Starterwartungshaltung (Voraussetzungen: Einseitige Taubheit, Zeit seit Ertaubung 1 Jahr, keine Hörschwäche zuvor und auf dem anderen Ohr):
A) Mit dem CI hört sich alles zunächst fremd und unnatürlich an – man freut sich dennoch, dass man überhaupt wieder etwas hört.
B) Fast alle Geräusche klingen komplett anders und man ist wohl zunächst häufig irritiert.
C) Richtungseindrücke lassen sich schon zu Beginn wieder etwas besser einordnen.
D) Die Kopfhaut wird etwas schmerzen zwischen CI und Implantat.
E) Die Eindrücke über das CI wirken zunächst z.T. sehr laut und man ist schneller ermüdet
F) Am Ende der EA lassen sich vereinzelt Wörter verstehen

Weitere Erfahrungseinschätzungen und Kommentare zum Beitrag gibt es hier.

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„Hörst du jetzt besser?“ (…Warten auf die EA)

CI - Erstanpassung und Reha

„Hörst du jetzt besser?“

Diese Frage wird mir ständig gestellt, seitdem ich aus der Klinik zurück bin.

„Nein, ich verstehe schlechter!“

muss ich dann ehrlicherweise antworten, was häufig zur Verwunderung beim Gegenüber beiträgt. Dies liegt einfach an zwei Punkten:

1) Mein Tinnitus auf der tauben Seite hat sich seit der OP verstärkt

2) Das Implantat alleine bewirkt gar nichts, da zum Betrieb des Cochlea Implantats der externe Prozessor mit Energieversorgung und Sendespule (sieht aus wie ein Knopf mit einem etwas größeren Hörgerät) notwendig ist.

Den Prozesser erhalte ich bei der einwöchigen EA (Erstanpassung), die üblicherweise ca. vier Wochen nach der Operation stattfindet. Dazu reise ich wieder ans ICF (endlich mal durchschlafen, hab ich sonst nie mit drei kleinen Kindern 😉 ). Die Techniker und Therapeuten habe ich zum größten Teil schon während der Voruntersuchung kennen lernen können. Den Prozessor und das Zubehör habe ich bereits nach der OP während meines Krankenhausaufenthaltes bestellt. Ich kann die erste Inbetriebnahme kaum erwarten und freue mich wie ein kleines Kind auf Weihnachten!

So sieht die OP Wunde beim ersten Pflasterwechsel aus

CI OP - Nachsorge

Das Cochlea Implantat ist eingepflanzt, die Klinik liegt hinter einem. Der Alltag zu Hause startet wieder. Was nun bis zur Erstanpassung?

In der ersten Woche bin ich noch ziemlich berührungsempfindlich rund um das OP Ohr. Ab und zu bekommt die Region leichte Schläge ab, die Naht hält (mit drei kleinen Jungs lässt sich das beim Toben nicht vermeiden 🙂 ).

Der Eiertanz rund ums Haare waschen habe ich beim letzten Mal ja bereits beschrieben.

Schwindel habe ich generell (auch nach der OP) keinen (der einzige Vorteil, wenn man kein funktionierendes Gleichgewichtsorgan auf der tauben Seite besitzt). Manche bekommen damit ziemlich zu kämpfen.

Autofahren ist mir möglich, jedoch ist das Kopfdrehen (z.B. rückwärts Einparken) etwas schmerzhaft.

Zum Ende der Woche ist ein Pflasterwechsel angesagt, da sich das Alte anfängt abzulösen. Meine Frau hilft mir dabei, alleine ist das ein rechter Blindflug. Folgendes benutzen wir dabei:

PflasterwechselMit dem Desinfektionsmittel reinigt sich meine Frau die Hände. Für das Ohr ist das abgebildete Mittel nicht geeignet! Ein Wunddesinfektionsspray wäre dafür vorteilhaft, haben wir jedoch gerade nicht da. Somit bleibt meine Wunde „unbehandelt“. Bevor das alte Pflaster entfernt wird, wird Maß für das Neue genommen und dieses abgelängt . Meine Frau schneidet noch einige Kerben hinein, damit sie die Form der C-förmigen Narbe besser abbilden kann (Kinderkrankenschwestern wissen zu optimieren 😉 ). Das alte Pflaster wird entfernt.

CI NarbeDer Schnitt scheint recht gut zu heilen, die ersten Fäden haben sich bereits aufgelöst. Es wurden gar nicht so viele Haare abrasiert wie ich dachte! Nach einer Wunddesinfektion (falls man ein solches Mittel) hat wird das neue Pflaster geklebt.

Pflaster CI

Die Kunst dabei ist möglichst wenig Haare mit einzupappen.

In der zweiten Woche ist nun erstmals wieder das Ablegen auf der OP Seite möglich, wobei es noch nicht wirklich angenehm ist. Die Spitze meines OP Ohrs fühlt sich noch immer taub an der Oberfläche an. Beim Essen bekomme ich den Mund noch nicht zu 100 % geöffnet (habe ich beim Essen von selbst gemachten Burgern deutlich gemerkt 😉 ).

Bezüglich Sport wurde mir geraten, bis nach der EA zu warten. Wie war das bei euch? Schwer Heben und andere körperlich anstrengende Tätigkeiten sind erstmal Tabu (würde mir sowieso momentan nicht in den Sinn kommen, da ich direkt Feedback vom Körper erhalte, wenn ich es übertreibe).

Schneuzen (Luft aus) sollte vermieden werden, nur schniefen (Luft ein)!

Mein Tinnitus hat sich seit der OP verändert. Während er ein Jahr lang stets auf dem gleichem Lautstärkeniveau mit hohen, wirren Tönen vor sich hin durcheinanderpiepst, verändert er nun ab und an die Lautstärke durch die Decke!  Dadurch habe ich vorerst tendenziell ein schlechteres Sprachverständnis, da der innere Gegenlärm gegen den Höreindruck des gesunden Ohres andröhnt. Hat diese Erfahrung des veränderten Tinnitus vor der Erstanpassung auch jemand von euch gemacht?

11 Tage nach OP war ich beim HNO zur Kontrolle. Sehr unspektakulär, gab einen finalen Pflasterwechsel. Die Berührungsempfindlichkeit ist noch leicht vorhanden und ein Jucken an der Narbe. Das Stechen im Ohr beim Aufstoßen ist zum Glück endlich weg.

Ich freue mich auf das Beenden der zweiten Woche, da ich dann wieder komplett Duschen kann, Pflaster nicht mehr brauche und wieder arbeiten gehe und … bald ist die Erstanpassung! Dann wird endlich der Sprachprozessor zum ersten Mal in Betrieb genommen!

Weitere Erfahrungen, wann CI Träger nach der OP das erste Mal arbeiten und Sport treiben waren und wie sich ihr Tinnitus verhielt werden hier diskutiert.

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Lifehacks Hygiene

CI OP - Nachsorge

Eine gute Woche bin ich nun wieder zu Hause seit meiner CI Implantation in der Uniklinik Freiburg. Nun wird es Zeit über den Alltag und nützliche Lifehacks zu reden!

Meine Frau bekommt so langsam die Krise mit mir…. (ok, das muss nicht zwangsläufig etwas Besonderes sein 😉 ), besser gesagt mit meinen Haaren.

Denn: Laut Ärzte und vorläufigem Entlassungsbrief soll ich meine Narbe zwei Wochen lang  vor Feuchtigkeit und Schmutz hüten.

Es wird als Zeit über das wichtige Thema Hygiene zu reden:

Im Krankenhaus war jeden Tag duschen ohne Haare bei mir kein Problem (hatte persönlich keinen Schwindel, da ich kein funktionstüchtiges Gleichgewichtsorgan mehr am tauben Ohr besitze). Die Haare wasche ich mir regelmäßig (bis auf die mit einem Pflaster geschützte Stelle ums operierte Ohr) seit ich wieder zu Hause bin. Dazu habe ich folgende Technik entwickelt (auf die Idee sind bestimmt auch schon viele andere vor mir gekommen)

1) Die Waschlappentechnik 🙂

Haare waschen mit Cochlea Implantat Wunde

Die Haare wuschel ich mir zunächst mit einem feuchten Waschelappen durch. Dabei schütze ich die operierte Stelle mit einem sauberen, trockenen Handtuch. Alle Haare richte ich nach und nach mit dem Waschlappen zum ungewohnten Seitenscheitel und amüsiere mich herrlich darüber 🙂 Durch den Seitenscheitel kann man auch die Haare direkt um das operierte Ohr erwischen und befeuchten. Danach shampooniere ich fast alles ein (OP Ohr bleibt dabei mit trockenem Handtuch isoliert).Abschließend streife ich mit dem Waschlappen den Schaum aus bevor der Fön zum Einsatz kommt.

2) Glas drüber und gut

Ich habe auch von anderen Techniken gehört, zum Beispiel indem man das OP Ohr mit einem angedrückten Glas abdichtet. Die Region ist mir aber noch zu sensitiv als das ich das bevorzugen würde.

3) Trockenshampoo

Mit Trockenshampoo muss man ebenfalls laut Arzt vorsichtig sein, da dieses ebenfalls kontraproduktiv bei Kontakt mit dem Wundbereich ist.

4) Mehr Ideen von euch?!

Habt Ihr noch bessere oder alternative Ideen (damit meine Frau wieder ruhiger schlafen kann und nicht von halbseitig fettigen Haaren träumen muss 😉 )? Dann schreibt mir doch von euren Erfahrungen in den Kommentaren! Ich freue mich!

Kurz und Kompakt: So kanns ablaufen, falls du dich für ein CI entscheidest

CI OP - Nachsorge

Ein CI ist bei dir medizinisch indiziert und du hast dich noch nicht entscheiden können, ob du dich operieren lässt? Du hast Respekt vor der Operation und weißt nicht, was dich in der Klinik erwartet?

Um vielleicht etwas Licht ins Dunkel zu bringen, hier kurz und kompakt eine subjektive Schilderung der Abläufe und der Prozesse in der HNO Klinik Freiburg, wie ich sie erlebt habe. Wie immer ist dies natürlich mein persönliches Erlebnis und nicht allgemeingültig. Bei jedem Menschen ist der Heilungsverlauf und das Empfinden unterschiedlich!

Für alle die es anders erlebt haben, ich freue mich über Rückmeldung in den Kommentaren (s.u.)!

HNO Tag 1) Noch einmal schlafen…

Bild111Programm:

Klinikanmeldung im HG

Aufnahmegespräch auf Station

Gespräch mit Operateur

Gespräch mit Narkosearzt

Zimmer beziehen und Nachbar kennenlernen

Essenswünsche für die Woche ausfüllen

Geschmackstest (Zunge nicht Mode 😉 )

Der Fernseher/ Radio kann nur mit Kopfhörer benutzt werden. Diese gibts an der Stationsanmeldung. Gratis WLAN Nutzung möglich nach Anmeldung an Info im HG

OP Ohr wird „getaggt“ mit Kreuz

Beiträge:

CI OP – der Tag davor – das große Warten

Videos:

SSD Cochlea Implant – OP CI – der Tag davor #004 HD

HNO Tag 2) OP – Ab unters Messer!

Bild222Schmerzlevel und Medikamente:

mittel, 2xIbu 600 mg (Tag), Nacht (2xParacetamol), Antibiotikum intravenös, Druckveränderungen (z.B. Aufstoßen) sehr schmerzhaft im Ohr => Wasser ohne Gas, Mund öffnen beim Aufstoßen, nicht schneuzen, nur schniefen!

Stimmung:

sehr gut, gegen Abend abbauend

Schlaf:

unregelmäßig, häufig wach => Kopfteil anstellen, auf Rücken schlafen

Wunde und Körper:

Druckverband, Nasenbluten, Thrombosestrümpfe

Essen:

Kauen und zeitweise reden erschwert => weiche Nahrung

Programm:

Spazieren mit meiner Frau auf Station 🙂 , Arztgespräch

Beiträge:

CI OP – Ab unters Messer

CI OP – der theoretische Ablauf – einmal Auffräsen und Bohren bitte!

CI OP – Das große Erwachen nach der OP – Wie fühlt es sich an?!

Videos:

SSD Cochlea Implant – OP CI – Aufstehen zur OP #005

SSD Cochlea Implant – OP CI – Ab unters Messer! #006

SSD Cochlea Implant – OP CI – Das Gefühl direkt nach der Operation #007

SSD Cochlea Implant – OP CI – Stimmungstief am Abend nach der OP #008

HNO Tag 3) Erste Nacht geschafft!

Bild333Schmerzlevel und Medikamente:

mittel, 3x Ibu 600 mg (Tag), Nacht (2xParacetamol), Antibiotikum intravenös, Druckveränderungen (z.B. Aufstoßen) sehr schmerzhaft im Ohr

Stimmung:

nach dem ersten Kaffee tagsüber gut, am Abend abfallend

Schlaf:

unregelmäßig, 3x wach => Kopfteil anstellen, auf Rücken schlafen

Wunde und Körper:

Druckverband, Thrombosestrümpfe

Essen:

Kauen zeitweise erschwert => weiche Nahrung

Programm:

Visite mit Reinigung Verbandswechsel => neuer Verband ist wesentlich weicher (kein verkrustetes Blut mehr am Ohr), Watte im Ohr wird entfernt => weniger Druckgefühl

Angiografie (3D Röntgen mit geringer Strahlendosis) zur Überprüfung, ob Implantat ordnungsgemäß verbaut ist

Zur Angiografie begleitet mich eine Angestellte (quasi ein persönliches Navi 🙂 ). Der Krankenschwester, die diese bestellte, war wohl die Wegbeschreibung zu lange 😉 Diesen Service gibts auf dem Uniklinikgelände (Stichwort Transport).

Videos:

SSD Cochlea Implant – OP CI – Schlaflose Nacht nach der OP #009

HNO Tag 4) Der Blog wird gestartet

Bild444Schmerzlevel und Medikamente:

gering, 3x Ibu 600 mg (Tag), Antibiotikum intravenös, Druckveränderungen (z.B. Aufstoßen) schmerzhaft im Ohr

Stimmung:

ganztägig gut

Schlaf:

unregelmäßig => Kopfteil anstellen, auf Rücken schlafen, vorsichtige seitliche Liegeversuche

Wunde und Körper:

Druckverband wird durch „Piratenklappe“ (schwarzer Verbandspatch) ersetzt

Essen:

Großer Hunger, alles schmeckt

Programm:

Visite mit Reinigung + Verbandswechsel

kein Druckverband mehr => viel angenehmer

Blog schreiben 🙂

Videos:

SSD Cochlea Implant – OP CI – Druckverband ade! #010

HNO Tag 4)-7) Der Krankenhausalltag läuft

Bild555

Schmerzlevel und Medikamente:

gering, 3x Ibu 600 mg (Tag), 2x Antibiotikum

Stimmung:

ganztägig gut

Schlaf:

gut

Wunde und Körper:

Piratenklappe wird am vorletzten Tag durch Pflaster ersetzt

Entfernung des Zugangs (Freiheit!)

Essen:

Großer Hunger, alles schmeckt

Programm:

Chefarztvisite (5 Sekunden laufen ab jetzt: Tür auf, 10 Menschen in weißen Kitteln strömen ein und füllen das Zimmer, Ansprache: „SSD, CI links“, zustimmendes Nicken, Alle Mann und Frau kehrt und raus, Tür zu) 😀

Besuch von meinem ältesten Sohn mit meinen Eltern (Besuch zu haben hebt einfach die Stimmung unglaublich!)

Visite mit Reinigung + Verbandswechsel

Auswahl des Sprachprozessorzubehörs im ICF (Yeah, Sportbügel für Prozessor und Schwimmhülle gibts von Krankenkasse!)

Terminvereinbarung für die Erstanpassung und Reha im ICF

Entlassungsgespräch

Klinik ade!

 

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So ist einseitige Taubheit!

So ist einseitige Taubheit!

Warum kann ein gesunder Mensch die Beeinträchtigung von einseitiger Taubheit nicht nachvollziehen („Ein Ohr funktioniert ja noch…“)?

1) Man sieht diese Beeinträchtigung niemanden an (außer der Betroffene trägt natürlich ein CI/Cros/Baha…)

2) Selbst wenn sich jemand mit zwei gesunden Ohren ein Ohr zuhält, nimmt er noch viel mit diesem Ohr wahr, denn: Der Schall wird auch über Knochenleitung weitergegeben!

Die Auswirkungen von einseitiger Taubheit für den/die Betroffene/n:

image[1]

image[5]

Die Geometrien stehen für unterschiedliche Geräuschquellen, die Farben für unterschiedliche Frequenzen, die geraden Striche für die Störeinwirkung von Tinnitus. Rechts ist es viel schwieriger, sich auf ein Geräusch (Geometrie) zu konzentrieren, denn:

=> Keine Richtungen können mehr gehört werden! Zum Richtungshören brauchen wir zwei funktionsfähige Ohren!

Empfindung aus dieser Konsequenz: Ein 2D Geräuschbrei zwängt sich durch nur noch einen Gehörgang

=> Geräuschüberempfindlichlkeit auf dem verbleibenden Ohr (Hyperakusis)!

=> Geräusche können nur durch Filter mit Gehirnleistung (mehr Konzentration) entwirrt werden, nicht mehr intuitiv über Richtungszuordnung!

=> bei spätem Gehörverlust heißt Taubheit nicht gleich Ruhe! Das ist wie wenn das Antennenkabel vom Fernseher gezogen wird und plötzlich kommt ein lautes, wildes Rauschen! Die Hardware (Gehirn+Hörnnverv) funktioniert noch, jedoch kommen keine brauchbaren Signale mehr rein, weil die Schnittstelle (Haarzellen) zerstört wurde. Ein wilder Geräuschkampf tobt (Tinnitus)!!! Taub ist lauter Kampf der wilden, umgebungsunabhängigen, permanenten Geräusche! Immer und rund um die Uhr!

=> Quelle aller Geräusche erscheint direkt vor der Ohrmuschel oder im Kopf! Keine räumliche Wahrnehmung! (fühlt sich an wie ein Sitzen in einer Schachtel)

Leider haben viele Menschen/ die Rentenversicherung/ die Krankenkassen immer noch die Einstellung, dass SSD nur eine geringe Beeinträchtigung darstellt. Dabei sprechen die Statistiken (Depression, Ermüdung etc deutlich erhöht bei SSD) für sich!

Beispiele:

Ich wurde nur mit Grad 20 vom Amt für Versorgung als Beeinträchtigung eingestuft (Verlust Gehör und Gleichgewichtsorgan einseitig, Tinnitus).

Mein Antrag auf „Mittel zur Anteilhabe am Berufsleben“ wurde von der DRV Bund für ein Cros Hörgerät abgewiesen.

Die Krankenkasse würde nur einen symbolischen Beitrag für ein Cros Versorgungsgerät zahlen (ca. 30%).

Auswirkung der einseitigen Taubheit auf den Beruf:

Als Projektleitung kommuniziere ich mit Teammitglieder/Mitarbeiter/Zulieferer und sitze viel in Besprechungen. Das bedeutet, dass ein optimaler Höreindruck sehr wichtig für meine Tätigkeit

Ohne Hilfsmittel (Cros, Baha) muss ich immer meinen Kopf gedreht halten, um einem Gespräch zu folgen.Diese veränderte Körpersprache kann vom Kommunikationspartner fehlinterpretiert werden (Arroganz, Desinteresse).

Haltungsschäden auf lange Zeit sind vorprogrammiert.

In einer Besprechung kann ich nicht gleichzeitig schreiben und zuhören, wenn auf der tauben Seite gesprochen wird, da ich meinen Kopf drehen muss.

Fazit:

Einseitige Taubheit ist belastender für die Betroffenen als man vielleicht sich als gesunder Mensch vorstellen kann (hätte ich früher auch nicht). Ich hoffe mein Beitrag kann mehr gegenseitiges Verständnis vermitteln.

 

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CI OP – Das große Erwachen nach der OP – Wie fühlt es sich an?!

CI - Die Operation

Meine ersten Erinnerung nach der Cochlea Operation sind die Folgenden:

Ich liege in einem Bett im Aufwachraum. Ich gehe kurz in mich und gehe gedanklich eine Checkliste durch:

1) Gesicht bewegen? => funktioniert noch! Der Gesichtsnerv wurde nicht verletzt!

2) Schmecken mit der Zunge? => funktioniert noch! Der Geschmacksnerv wurde nicht verletzt!

3) Schmerzen? Leichtes Stechen im Ohr (wie eine Nadel), Spannen der linken Kopfhaut (man kann den Chip förmlich spüren) aber alles erträglich, der Druckverband spannt

4) Schwindel? Natürlich nicht! Das ist einer der wenigen Vorteile, wenn man sein Gleichgewichtsorgan bereits verloren hat 🙂

Alles vermutlich im grünen Bereich, Euphorie steigt in mir auf, da nun ein wichtiger Meilenstein geschafft ist. Scheinbar ist trotz der schwierigen Ausgangsbedingung der Chip im Kopf verbaut. Matrix lässt grüßen.

Ich gehe auf Nummer sicher und Frage eine Anästhesieschwester neben mir: „Hat die OP geklappt?“ Sie schaut mich nur genervt an und erwidert: „Das Fragen Sie mich jetzt schon zum 10. Mal. Ich sage es Ihnen nun nicht schon wieder. Außerdem darf ich das nicht. Fragen Sie nachher den Arzt.“ Ups, da scheine ich wohl doch noch Nebenwirkungen von der Narkose zu haben. Außerdem war mir klar, dass es statistisch gesehen ja nicht nur freundliche Mitarbeiter hier geben kann.

Meine Frau erscheint und ich freue mich riesig darüber. Sie wollte am Morgen unsere drei Kinder in den Kindergarten bringen und danach gleich nach Freiburg fahren. Nun kann ich ja sie löchern 🙂 Ich hatte mit der Professorin vereinbart, dass sie nach der OP direkt zu meiner Frau geht und ihr berichtet. Meine Frau scheint erleichtert zu sein und bestätigt mir ein überraschend positives Ergebnis der nicht einfachen OP.

Nichts desto trotz habe ich meine Frau wohl noch mehrmals nach dem Ausgang der OP gefragt, das war mir eben trotz der Narkosemittel wichtig (nachvollziehbar denke ich, so in etwa ist also Alzheimer…)

Vier Stunden nach Operationsbeginn laufe ich bereits mit meiner Frau umgezogen in den Aufenthaltsraum zum Kaffee trinken. Unglaublich, dass das so schnell nach so viel Handwerk im Schädel funktioniert! Meine Nase blutet nur etwas. (Vermutlich ist man nicht unbedingt so schnell mobil, wenn man Schwindel spüren kann).

Um meinen ältesten Sohn zu beruhigen (der Arme war ganz schön angespannt) filmt meine Frau ein lustiges Video direkt nach der OP von mir (Tanze in OP Klamotten durchs Zimmer). Ich denke, dadurch kann ich ihm am meisten kindgerecht vermitteln, dass alles OK ist 😀

Tipp zur Schmerzvermeidung nach der OP:

Der individuell gefühlte Schmerz auf einer Skala von 1 (wenig) bis 10 (viel) liegt nach der OP bei mir so ungefähr bei 5. Wenn ich jedoch aufstoßen muss oder irgendetwas mit Druckveränderung im Mittelohr aus versehen mache, fühlt es sich kurzzeitig wie ein Nadelstich im Ohr an (>>5). Das lässt sich vermeiden, indem man natürlich nur Wasser ohne Gas trinkt und beim Aufstoßen den Mund öffnet. Wenn die Nase läuft, nicht schneuzen (Luft aus), sondern nur schniefen (Luft ein).

Das Essen und Reden macht etwas Beschwerden, da der Kaumuskel in den operierten Bereich führt. Schlucken von Nahrung geht, kauen dagegen nur eingeschränkt. Auch das Lächeln will noch nicht so wirklich.

Cochlea Implant OP

Am Abend verlässt mich meine Frau wieder für die nächsten Tage und kehrt zu den Kindern zurück. Die erste Erleichterung über die geglückte Operation weicht so langsam und ein mulmiges Gefühl bezüglich der Nacht kommt auf.

Tipp zur ersten Nacht mit Cochlea Implantat:

Mir hat es geholfen auf dem Rücken mit angestelltem Kopfteil zu schlafen. Flach ist wesentlich unangenehmer und beim Kopfheben merkt man die Ausfräsung im Knochen. Daher sollte man dies vermeiden. Bei Bedarf kann man sich auch zusätzliches Schmerzmittel für die Nacht geben lassen.

Viel Schlafen ist leider nicht möglich, ich bin sehr häufig wach. Der Druckverband macht seinem Namen alle Ehre und ich weiß gar nicht genau, wie ich mich lagern soll. Doch mit der ersten Nacht ist auch meist das Schwerste geschafft!

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Wenn dir der Beitrag gefallen hat, dann freue ich mich, wenn du ihn teilst, kommentierst oder einen „Daumen hoch“ gibst.

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Dort kannst du zudem der Mono Community beitreten und abonnieren, um über neue Artikel automatisch informiert zu werden.

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CI OP – der theoretische Ablauf – einmal Auffräsen und Bohren bitte!

CI - Die Operation

Grober Ablauf der OP (bei Fehlern bitte melden, sind Infos die ich noch im Kopf behalten habe):

Rasieren hinter dem Ohr

Anzeichnen der Lage der Komponenten

Desinfektion

Durchtrennen der Haut/ Weichgewebes hinter dem Ohr mit versetzten Schnitten

Fräsen eines Implantatbetts in den Schädel (teilweise Versenkung)

Fräsen eines Kanals zum Mastoid

Durchbohren des Mastoids und Wechsel auf das Mikroskop

Bohren eines Ganges durch den Knochen zwischen Gesichts- und Geschmacksnerv hindurch (Überwachung durch Elektroden im Gesicht und sensitiv durch Assistenzarzt)

Begutachtung des freiliegenden Mittelohrs

Einsetzen des Chips in das Schädelbett

Öffnung der Cochlea

(Bei Verknöcherung Fräsen eines Durchbruchs in der Cochlea)

Einführung der Elektroden in die Cochlea

Abdichtung der Cochleaöffnung mit Gewebe

Reaktion der Nerven auf elektrische Stimulation als QM

Röntgenaufnahme der Cochlea als QM

Legen der Potentialausgleichselektrode unter dem Ohr

Alles Aufräumen, fest verstauen und zumachen 🙂

Mich hat es beruhigt zu wissen was mit einem gemacht wird (nur OP Bilder unter google sind nicht unbedingt hilfreich…)

Ein Blog zum Thema Leben mit einseitiger Taubheit

Willkommen

Hallo liebe/r Besucher/in!

Seit meiner plötzlichen einseitigen Ertaubung 2014 war ich überrascht, wie schlecht ich an brauchbare Informationen im sonst so lückenlosen WWW zu diesem Thema gekommen bin.

Daher möchte ich aktiv eine solche Plattform für Erfahrungsaustausch gestalten, um anderen Betroffenen und Angehörigen damit zu helfen und die Gemeinschaft der Einohrigen zu stärken 😉

Zudem möchte ich durch das Teilen meiner positiven Erfahrungswerte andere SSDler motivieren, den beschwerlichen und langen Weg einer CI Implantation zu wagen.

Ihr wollt Neuigkeiten auf dem Blog nicht verpassen?! Einfach liken: https://www.facebook.com/EinseitigeTaubheit

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02/2014 Ertaubung links durch Virus

02/2015 CI Cochlear links, Uniklinik Freiburg

Willkommen

Ein Blog zum Thema Leben mit einseitiger Taubheit

MONO – DAS BUCH ENTSTEHT!

MONO – EIN BUCH ZUM THEMA „EINSEITIGE TAUBHEIT“

WWW.EINSEITIGE-TAUBHEIT.DE

DIE MONO COMMUNITY 2017

FAQ – Häufig gestellte Fragen mit Antworten aus der Mono Community

Was belastet dich seit deiner einseitigen Ertaubung?

FAQ: WIE VERLIEF DER PROZESS DER EINSEITIGEN ERTAUBUNG BEI ANDEREN?

FAQ: DAUER DER ERTAUBUNG BIS COCHLEA IMPLANTAT OPERATION

FAQ – TINNITUS NACH GEHÖRVERLUST

FAQ: WELCHE KLINIK FÜR COCHLEA IMPLANTAT OPERATION ALS MONO?

FAQ: WAS SIND URSACHEN FÜR EINSEITIGE ERTAUBUNG

FAQ – WELCHE AUSWIRKUNGEN HAT EIN COCHLEA-IMPLANTAT AUF TINNITUS?

So ist einseitige Taubheit

„GANZ OHR SEIN, DURCH DAS OHR GANZ SEIN“ – EIN GASTBEITRAG DER LOGOPÄDIN VIOLA D.

MIT SSD IN DER SCHULE – EIN GASTBEITRAG VON JONAS K.

Wie ist ein Tag ohne CI? Wie überstehe ich den nur?

So ist einseitige Taubheit!

SSD und Musik – geht das?

Résumé: Wie ist das Hören nach dem 1. Monat mit CI bei einseitiger Taubheit?

Gibt es ein Grundrecht auf Jammern?

Alles in Balance? Gleichgewicht

RADFAHREN OHNE GLEICHGEWICHT? KEIN PROBLEM MIT DEM EC-RIDER 🙂

Fahrradfahren nach dem Verlust eines Gleichgewichtorgans, geht das?

Trike – Freiheit auf drei Rädern

CI-Alltag mit dem Sprachprozessor

MUSIK GENIESSEN TROTZ EINSEITIGER TAUBHEIT

MIT CI IN DEN VATIKAN? INFEKTIONEN DURCH POOLWASSER? WAS KOMMT IN DEN KOFFER?

Sonne, Strand, Chlor- und Salzwasser – Urlaub mit CI, geht das?

Zum ersten Mal ins kühle Nass mit dem CI Aqua+ Kit!

Wie ist ein Tag ohne CI? Wie überstehe ich den nur?

CI und Musik – geht das?

Wie ist das Fliegen mit dem Cochlea Implantat?

LIFEHACK #STEREO – ENDLICH WIEDER STEREO HÖREN FÜR SSD CI TRÄGER!

CI-Voruntersuchung

VU Tag 2 – CI Showdown – Das habe ich beim besten Willen nicht erwartet!

VU Tag 2 – Promontoriumstest – Elektrode durchs Trommelfell

VU Tag 1 – CT und MRT auwehauweh

VU Tag 1 – CI Hersteller – Der große CI Check

VU Tag 1 – Cros vs. BAHA – Kampf der Systeme

VU Tag 1 – Audiologie – Ich nix verstehen

VU Tag 1 – Aufnahme mit Schock

VU Tag 1 – Der Speiseraum und der Tagesablauf

VU – Die Unterkunft – Sender des Herren statt Herrensender!

VU – Anreise – Immer nur den Schildern nach, jaja…

VU – Anmeldung – Soll ich, soll ich nicht?!

CI-Technik

WIE BEKOMME ICH EINEN NEUEN SPRACHPROZESSOR?

CI MIT DEM SMARTPHONE BEDIENEN

ERSTER SINGLE UNIT PROZESSOR KANSO™ VON COCHLEAR

LIFEHACK #STEREO – ENDLICH WIEDER STEREO HÖREN FÜR SSD CI TRÄGER!

Cochlear Implantat Nucleus 6 – der Zubehörcheck

CI Check – Welches CI nehme ich?
Zum ersten Mal ins kühle Nass mit dem CI Aqua+ Kit!

CI mit Crosgerät kombiniert – die optimale Versorgung bei SSD?

CI-Die Operation

Kurz und Kompakt: So kanns ablaufen, falls du dich für ein CI entscheidest

CI OP – Das große Erwachen nach der OP – Wie fühlt es sich an?!

CI OP – der theoretische Ablauf – einmal Auffräsen und Bohren bitte!
CI OP – Ab unters Messer
CI OP – der Tag davor – das große Warten

CI-OP Nachsorge und Heilungsverlauf

So sieht die OP Wunde beim ersten Pflasterwechsel aus
Lifehacks Hygiene
Kurz und Kompakt: So kanns ablaufen, falls du dich für ein CI entscheidest

CI-Erstanpassung und Reha

RICHTIG GUT HÖREN, ALLES NUR EINSTELLUNGSSACHE?

Résumé: Wie ist das Hören nach dem 1. Monat mit CI bei einseitiger Taubheit?

EA Tag 5: Kann man Hören wie Latein lernen?

EA Tag 4: Die ersten Ergebnisse: Was bringt das Cochlea Implantat?

EA Tag 3: Mehr Dynamik und Musik ab!

EA Tag 2: Von Elektroterroristen und wütenden Gorillas

EA Tag 1: Hello World und Donaudampfschifffahrtsgesellschaft

CI und Musik – geht das?

Taubheit ade! Wie ist das erste Hören mit CI?

„HÖRST DU JETZT BESSER?“ (…WARTEN AUF DIE EA)

Was ist von der Erstanpassung zu erwarten? (ein Gastbeitrag von Katrin K.)

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CI OP – Ab unters Messer

CI - Die Operation

Die Nacht war nicht sonderlich erholsam, eigentlich hätte ich schon um 2 Uhr Nachts von mir aus zur OP gehen können.

Mit nüchternem Magen und meinem Koffer begebe ich mich um 6.15 h nach der Kartenabgabe im ICF Richtung HNO. Dort werde ich recht unfreundlich von einem älteren Pfleger empfangen oder besser abgewiesen. Statt „Guten Morgen“ höre ich, dass ich zu früh bin (war so am Vortag ausgemacht worden…) und solle erst zur Anmeldung im HG gehen. Ohne Erfolg weise ich darauf hin, dass ich bereits seit 5 Tagen hier bin und gestern doch schon auf die Station aufgenommen wurde. Er ignoriert es und schickt mich weg. Naja, vielleicht hatte er einen schweren Nachtdienst…. Ab gehts wieder ganz nach unten in die leere Empfangshalle. DIe Information ist besetzt: „Nein, wir machen keine Anmeldungen, die Anmeldung öffnet um 7.00 Uhr. Ziehen Sie eine Nummer und nehmen Sie Platz.“ Ich komme mir vor wie Asterix und Obelix und der Passierschein (für alle die „Erobert Rom“ kennen werden wissen, was ich meine:) ). Da sitze ich also nun früh um 6.25 h wie bestellt und nicht abgeholt in einer leeren Halle vor geschlossenen Schaltern mit der Nummer 001. Zu allem Überfluss putzt der Reinigungstrupp mit Wischfahrzeug und Staubsaugern was das Zeug hält. Sehr erholsam für jemand mit Hyperakusis. Läuft ja alles super denke ich mir… Um kurz nach sieben Uhr ist die Anmeldung erledigt und ich fahre wieder in den 7. Stock. Dort steht ein Bett im Spielzimmer für mich bereit (alle Patientenzimmer sind noch belegt) und ich ziehe mein schickes OP Hemdchen und die Thrombosestrümpfe an.Danach nehme ich die „Mir alles egal“ – Pille dankend ein und warte darauf, dass es los geht.

Nun bessert sich der Tag schlagartig, denn eine meiner heimlichen Lieblingsschwestern fährt mich in den OP. Dort werde ich einer Anästhesieschwester übergeben. Ich wechsel vom Bett auf eine Liege. Die Krankenschwester bringt mich in die OP Vorbereitung, einem kleinen Raum mit viel Maschinen und Schläuchen. Dort kommt noch mehr Personal dazu. Jeder stellt die gleichen Fragen:

Wie war ihr Frühstück? (Hatte natürlich keines, man muss ja nüchtern bleiben um bei der OP nichts zu aspirieren)

Welches ist ihr taubes Ohr?

Haben sie das Markierungskreuz? etc.

Ein Narkosearzt legt mir einen Zugang. Oh, der fühlt sich gut an. Es ist wichtig, dass die gut liegen, sonst wird es nach einiger Zeit richtig ungemütlich damit nach der OP. Schließlich stellt sich der Oberarzt der Anästhesie vor, der ebenfalls zum mindestens 6. Mal an diesem Tag mir alle Fragen stellt. Mich stört das nicht, ich bin froh, dass da auf Nummer sicher gegangen wird, so soll das sein. Meine Hüfte und Arme werden festgeschnallt. Meine Herzfrequenz ist bei 95 Schläge/min, die Aufregung ist also trotz Pille noch etwas vorhanden. Nun wird die Narkose eingeleitet: Ich atme durch eine Maske zunächst reinen Sauerstoff ein. Dann spritzt der Oberarzt etwas in den Zugang und nickt seinem Assistenten zu. Dieser dreht das Narkosegas auf.

Tipp Narkose:

Beim Start der Narkose an eine schöne Erfahrung denken, damit man mit diesem Bild vor Augen einschläft. Ich denke immer an meine Kinder wie sie auf mir herumtoben

Nach einer Sekunde kommt ein starkes Kribbeln, dann riecht man eine Veränderung der Luft und plötzlich nach 3-5 Sekunden wird alles schwarz…